Ecuador 2019 Tag 5 und 6

Die Kichwa am Rande des Yasuní

Am Dienstag morgen ging es also weiter Richtung Yasuní Nationalpark, ganz in den Osten Ecuadors, direkt an die Grenze zu Peru. Tiefer in den Amazonas kann man in Ecuador nicht vordringen. Wir fuhren den Río Napo, der hier gigantische Ausmaße erreicht, entlang. Zum Glück organisiert die GIZ (Deutsche Entwicklungszusammenarbeit) nun wieder unsere Transporte auf dem Wasser und zu Land. Die Flussufer sind von Kichwa Indigenen besiedelt. Auch hier haben wir einige Kommunen und deren Felder besucht. Es gibt aber weit und breit keine Verarbeitungsstationen für Kaffee. Daher sind die Menschen auf Zwischenhändler, die sehr niedrige Preise zahlen, angewiesen. Manche Bauern haben auch aufgehört, die Sträucher abzuernten weil der Preis für Kaffee im Keller ist.

 

 

Am Mittwoch durften wir in den Nationalpark Yasuní. Hier gibt es die größte Biodiversität auf unserem Planeten! Leider ist diese Region stark durch die riesigen Erdölvorkommen bedroht. Der Versuch Yasuní durch die internationale Gemeinschaft zu schützen, ist vor wenigen Jahren gescheitert.

 

Wenn man durch die kleinen Nebenflüsse des Rio Napo gleitet kommt man aus dem staunen nicht heraus. Obwohl wir nun schon einige Tage vom Grün des Urwaldes umgeben sind, ist die Vielfalt des Yasuní nochmal beeindruckender. Die Nacht verbrachten wir in einfachen Cabanas eines Kichwa Eco-Turismo Projekts am Rande des Nationalparks. Wir kochten Pasta, während die Frauen der Kommune eine Hühnersuppe auftischten und aßen gemeinsam zu Abend, bevor wir früh das Nächtliche suchten und den Geräuschen der Tiere lauschten.

 

Fotos: prem frischkaffee